Friedrich Christian Delius, FCD

HALTBARE BÜCHER: DELIUS‘ BEST- UND LONGSELLER

1. Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus (1995) 172.000 (plus 3 Übers.)
2. Die Birnen von Ribbeck (1991) 163.000 Exemplare (plus 7 Übersetzungen)
3. Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde (1994) 111.000 (plus 6 Übers.)
4. Ein Held der inneren Sicherheit (1981) 63.000 (plus 1 Übers.)
5. Bildnis der Mutter als junge Frau (2006) 61.000  (plus 8 Übers.)
6. Unsere Siemens-Welt (1972) 51.000
7. Die Frau, für die ich den Computer erfand  (2009)  47.000
8. Mogadischu Fensterplatz (1987) 47.000 (plus 6 Übers.)
9. Mein Jahr als Mörder (2004) 36.000 (plus 6 Übers.)
10. Amerikahaus und der Tanz um die Frauen (1997) 33.000
11. Die Flatterzunge (1999) 31.000
12. Die Liebesgeschichtenerzählerin (2016) 22.o00 (plus 1 Übers.)
13. Die linke Hand des Papstes (2013) 19.000

(Nur deutschsprachige Auflagen, incl. Taschenbücher, Hörbücher, Schulausgaben, e-books.) Stand: Dezember 2016

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TERMINE, LESUNGEN

6. und 7. Februar 2017
Universität Landau
Vortrag „Kann Angela Merkel eine Romanfigur werden?“

26. Februar 2017
Ribbeck
Die Birnen von Ribbeck

9. April 2017
Darmstadt, Stadtkirche
Warum Luther die Reformation versemmelt hat

21. April 2017
Literarischer Frühling Frankenberg/ Bärenmühle
Warum Luther die Reformation versemmelt hat

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ZEITREISEN MIT DELIUS-BÜCHERN, immer wieder aktuell

Vor 75 Jahren …
• erfand Konrad Zuse den ersten Computer der Welt. Wer aber war Konrad Zuse?: „Die Frau, für die ich den Computer erfand“ (2009)

Vor 50 Jahren …
• die erste Demonstration gegen den Vietnamkrieg in Berlin, der Anfang von 68“:
Amerikahaus und der Tanz um die Frauen“ (1997)
• die Tagung der Gruppe 47 in Princeton, die Peter Handke aufmischte, siehe „Der
verrückteste Moment in der deutschen Literaturgeschichte seit 1945“, in:
Als die Bücher noch geholfen haben“ (2012)
• erschien das Buch über die lustigste CDU, die es je gab, 100% Originaltext, 100%
Realsatire: „Wir Unternehmer. Über Arbeitgeber, Pinscher und das Volksganze. Eine
Dokumentar-Polemik anhand der Protokolle des Wirtschaftstages der CDU/CSU 1965
in Düsseldorf“.
• F.C. Delius trifft Paul McCartney im Londoner Regent‘s Park: „Die Minute mit Paul McCartney

Vor 25 Jahren
Die Birnen von Ribbeck“ erscheinen.  „Fontanes Früchtchen. Ein literarischer Dorfspaziergang zur Birnenzeit“, Der Tagesspiegel, 9. Oktober 2016

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NACHRICHTEN

Reinbek. Am 20. Januar 2017 erscheint der längere Prosatext „Albert Ayler oder die Zukunft der Schönheit“  in der ebook-Reihe rowohlt rotation.

Reinbek. „Warum Luther die Reformation versemmelt hat“, eine kurze Streitschrift, erscheint in der neuen rororo-Reihe „Auszeit“ am 10. März 2017. Eine Kurzversion dieses Textes, den die FAZ am 29. 10. 2016 veröffentlichte, hat bereits muntere Debatten ausgelöst: Über die Erfindung der Erbsünde, 80 arabische Hengste und die grotesken Folgen eines Dogmas von Augustinus über Luther bis heute.

Frankfurt. „Haben Sie 1966 auf dem elektrischen Stuhl gesessen?“ Ein Interview über die Gruppe 47, Handkes läppische Pauschalpolemik, die „Liebesgeschichtenerzählerin“ und einen protestantischen Untertan. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. 4. 2016.

Berlin. Die in Massen nach Europa, nach Deutschland strömenden asylsuchenden
Flüchtlinge … bereits 1984 sind solche Szenen von F. C. Delius im
Roman „Adenauerplatz“ vorausgeahnt beschrieben, siehe hier das Kapitel „Alle
Menschen werden Br…“

Reinbek. Mit „Die linke Hand des Papstes“ und „Die Minute mit Paul McCartney“ sind jetzt der 17. und 18. Band der Werkausgabe bei rororo erschienen, die damit vorerst abgeschlossen ist.

BerlinTanz durch die Stadt. Aus meinem Berlin-Album. Mit Fotos von Renate von Mangoldt erschien im Transit Verlag. Eine Sammlung mit unterhaltsamen Texten von 1963 bis 2014 über Berlin.

 Reinbek. Mit den ausgewählten Gedichten „Unsichtbare Blitze“ in der Taschenbuch-Werkausgabe  tritt Delius endlich wieder als Lyriker in Erscheinung. Die Gedichte sind zwischen 1962 und 1992 entstanden. Der Band umfasst auch die berühmt gewordenen Gedichte wie „Moritat auf Helmut Hortens Angst und Ende“,  „Abschied von Willy“ und „Einsamkeit eines alternden Stones-Fans“ und einiges, was inzwischen in Lesebüchern steht.

München/Göttingen. Der Richard Boorberg Verlag hat in der edition text+kritik das Heft 197 über Friedrich Christian Delius herausgebracht. Gastherausgeberin ist Irmela von der Lühe. Beiträge von Bastian Schlüter (Vom Hoffen und Fürchten. Deutschlandthema und erzählerische Anlage in „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“), Hans Richard Brittnacher („Der Held und sein Wetter“. Zur Kunst der Dissertation über ein Kunstmittel), Insa Wilke (Aus der Distanz. Annäherung an den Lyriker Delius), Helmut Peitsch (Literatur als öffentliche Verteidigung des Rechts auf Kritik, am Beispiel „Wir Unternehmer“), Egon Schwarz  („Adenauerplatz“), Constanze Reichardt (Terroristen und Kommunisten. Intertextuelle Bezüge in „Himmelfahrt eines Staatsfeindes“), Monica Lumachi („Konversation über das unendliche Thema Rom“. Italienbilder im Werk von Delius) und Axel Schildt („Als die Bücher noch geholfen haben“. Überlegungen zum Nutzen einer Lektüre für die zeithistorische Betrachtung der 1960er und 1970er Jahre). Das Heft wird eingeleitet von einem autobiografischen Delius-Text „Die Jerusalemer Krawatte“.

New York. „Portrait of the Mother as a Young Woman“, übersetzt von Jamie Bulloch, ist nach Großbritannien nun auch in den USA auf dem Markt (Farrar, Straus and Giroux). Die begeisterte Kritik der englischen Presse (Times Literary Supplement, The Guardian, The Independent, Financial Times) hier. Die New York Times Book Review schrieb am 23.3. 2012: „This distinct and lovely novella“.

Göttingen. Nach 40 Jahren wieder lieferbar: Der Held und sein Wetter, mit einem Vorwort von Wolf Haas, im Wallstein Verlag. Eine Dissertation, echt, lesbar, witzig, vielzitiert.

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Darmstadt. Friedrich Christian Delius erhielt den Georg-Büchner-Preis 2011. Die Begründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung:

„Als kritischer, findiger und erfinderischer Beobachter hat er in seinen Romanen und Erzählungen die Geschichte der deutschen Bewusstseinslagenim 20. Jahrhundert erzählt – von der Vorgeschichte der NS-Zeit über die Zeit der Teilung bis in die unmittelbare Gegenwart. Seine politisch hellwachen, ideologieresistenten und menschen-freundlichen Texte loten die historischen Tiefendimensionen der Gegenwart aus. Seiner souveränen Erzählkunst gelingt es, eine manchmal satirische Beobachtungsschärfe zu verbinden mit einer humanen Sensibilität, die seine Figuren oft decouvriert, aber nie denunziert.
Studenten der Universität Florida verliehen diesem Nachfahren Seumes (des aufgeklärten Spaziergängers nach Syrakus) und Wolfgang Koeppens (an dessen Kunst der rhythmischen Phrasierung von Zeit und Geschichte er in Meistererzählungen wie Die Birnen von Ribbeck und Bildnis der Mutter als junge Frau anknüpft) 1994 einen selbsterfundenen Preis: den „Award for Opening Minds“. Dieses Wort wäre eine brauchbare Begründung auch für die Verleihung des Georg-Büchner-Preises.“

Die Laudatio von Sibylle Lewitscharoff, hier zu lesen. Die Büchner-Rede, hier zu lesen.

(Archiv Nachrichten)

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