Friedrich Christian Delius, FCD

Buch: Wenn die Chinesen

Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich

Roman

Rowohlt Berlin
Hardcover
240 Seiten
ISBN: 978-3-7371-0076-2
€ 20,00

E-Book, € 19,99
ISBN: 978-3-644-00415-3

argon hörbuch, parlandoverlag, 1 MP3- CD im Digifile
Ungekürzte Lesung, Sprecher: Christian Brückner, € 24,95
ISBN: 978-3-8398-7123-2

Kassandra wird gekündigt. „Kassandra“ ist der Spitzname eines durchaus heiteren Wirtschaftsredakteurs, der den Fehler hat, lieber eigenen Recherchen zu folgen als den Pressesprechern der Minister und Konzerne. Der in der Kantine schon mal die Frage stellte, welche Politiker wohl in die Hölle kommen müssten, nachdem sie jahrzehntelang eine vernünftige Einwanderungspolitik verweigert haben.
Noch am Abend seiner Entlassung schreibt er weiter – nun im Tagebuch, frischer und frecher. Manchmal denkt er dabei an seine achtzehnjährige Nichte, die später vielleicht fragen wird: Wie war das damals im frühen 21. Jahrhundert, als Europa auseinanderbröselte? So konzentriert er sich auf die Vergewaltigung Griechenlands in der Bankenkrise. Und auf die Blindheit gegenüber China, das mit seiner Wirtschaftsmacht und antidemokratischen Ideologie immer näher rückt. Der gefeuerte Journalist flaniert durch Berlin und durch die deutsche Presse; er hört Jazz und das tektonische Beben der alten Weltordnung. Mit seinem Freund Roon, der nach Jahren in den USA nun Landarzt auf Rügen werden will, phantasiert er beim Wandern über die Kreidefelsen schon mal hundert Jahre voraus: wenn dankbare Chinesen der heutigen Kanzlerin ein Denkmal auf Rügen errichten.

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Pressestimmen:

„Ein verstörend aufregendes Werk!“ (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)

„Wer irgendwann mal in einer fernen Zukunft auf unsere Zeit schaut, dürfte von diesem Roman eine Menge lernen.“ (Der Tagesspiegel)

„F.C. Delius hat einen pointierten Roman über unsere Gegenwart geschrieben. Satirisch, klug und ohne Rechthaberei.“ (Hamburger Abendblatt)

„Delius entwirft das unterhaltsam-bissige Porträt eines Freidenkers und Flaneurs, der seine Gedanken nicht länger an die Leine nehmen muss. … Ein wunderbares Album über die Bundesrepublik Deutschland.“ (Mannheimer Morgen)

„Kann ein Buch, in dem das Wort ‚Handelsbilanzdefizit‘ vorkommt, unterhaltsam sein? – Und wie!“ (Münchner Merkur)

„Würde man unsere Zeit auf die Couch legen, F. C. Delius wäre der perfekte Analytiker, um sie und ihre Abgründe zu lesen.“ (Galore Magazin)

„Eine furiose Abrechnung mit der deutschen und europäischen Politik nicht nur der letzten zwei, vielmehr der letzten 20 Jahre. …
Jeder zweite Leser ist von diesem Buch nicht dümmer geworden. Jeder andere ein bisschen klüger.“ (Peter von Becker, Der Tagesspiegel)

„Delius’ fiktives Tagebuch, ein ‚Roman‘ ist es nicht, hat etwas von einem wiewohl intellektuellen, feinsinnigen Rundumschlag. … Das liest sich überwiegend sympathisch, so aufrührerisch es intendiert ist. Noch ist Rügen nicht an die Chinesen verloren …“ (inforadio RBB Berlin)

„Kluge Gedanken finden sich viele in diesem kleinen, funkelnden Roman, und dass auch Literaten pointiert über die Wirtschaft schreiben können, hat Delius bereits 1972 mit seiner Satire „Unsere Siemens-Welt“ bewiesen. Dieser Autor … hat sich seine Unabhängigkeit im Denken stets bewahrt.“ (Focus online)

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