Friedrich Christian Delius, FCD

HALTBARE BÜCHER: DELIUS‘ BEST- UND LONGSELLER

1. Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus (1995) 177.000 (plus 3 Übers.)
2. Die Birnen von Ribbeck (1991) 168.000 Exemplare (plus 7 Übersetzungen)
3. Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde (1994) 113.000 (plus 6 Übers.)
4. Ein Held der inneren Sicherheit (1981) 63.000 (plus 1 Übers.)
5. Bildnis der Mutter als junge Frau (2006) 61.000  (plus 9 Übers.)
6. Unsere Siemens-Welt (1972) 51.000
7. Die Frau, für die ich den Computer erfand  (2009)  47.000
8. Mogadischu Fensterplatz (1987) 47.000 (plus 7 Übers.)
9. Mein Jahr als Mörder (2004) 36.000 (plus 6 Übers.)
10. Amerikahaus und der Tanz um die Frauen (1997) 33.000
11. Die Flatterzunge (1999) 31.000
12. Die Liebesgeschichtenerzählerin (2016) 28.o00 (plus 1 Übers.)
13. Die linke Hand des Papstes (2013) 20.000 (plus 1 Übers.)

(Nur deutschsprachige Auflagen, incl. Taschenbücher, Hörbücher, Schulausgaben, e-books.) Stand: Oktober 2019

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TERMINE / LESUNGEN

Badenweiler, 12. Oktober 2019, 16h00
im Rahmen der Badenweiler Literaturtage:
Lesung “Die Zukunft der Schönheit”
Kurhaus, Gartensaal “Le Jardin”
Schlossplatz 2, 79410 Badenweiler


LESUNGEN 
“Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich”

Erfurt, 14. Oktober 2019, 19h30
im Rahmen der Erfurter Herbstlese:
Augustinerkloster, Augustinerstr. 10
99084 Erfurt

Frankfurt/M., 16. Oktober 2019, 18h30
Lesungen und Gespräche zur Frankfurter Buchmesse
im Rahmen von open books: Ratskeller im Römer
Paulsplatz 7, 60311 Frankfurt

Bad Doberan, 26. Oktober 2019, 20h00
Grand Hotel Heiligendamm
Prof.-Dr.-Vogel-Str. 6, 18209 Bad Doberan

Schleswig, 17. Dezember 2019, 19h00 Uhr
Oberlandesgericht SH, Gottorfstr. 2
24837 Schleswig

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NACHRICHTEN

Berlin. Bei der Buchpremiere des Romans „Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich“ zählte das Literarische Colloquium 350 Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Lesung und das Gespräch mit dem Journalisten Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung) waren wegen des großen Andrangs ins Freie auf die Seebühne am Wannsee verlegt worden. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ geschrieben: „Wer irgendwann mal in einer fernen Zukunft auf unsere Zeit schaut, dürfte von diesem Roman eine Menge lernen.“ Erste Pressestimmen hier.

Berlin/Ribbeck. Am 20. August ist eine Neuausgabe des Bestsellers „Die Birnen von Ribbeck“ erschienen – mit einem Nachwort des Autors über die Entstehung des Buches in der Zeit der Wende und die Holprigkeiten bei den deutschen Vereinigungen.

Whately, Massachusetts. „The Pope’s Left Hand“, die amerikanische Ausgabe von „Die linke Hand des Papstes“, übersetzt von Robert A. Cantrick, ist bei Noumena Press erschienen, www.noumenapress.com

Berlin. „Hat der Humor seinen Ernst verloren? Imre Kertész und Jan Böhmermann, Jean Paul und die ‚heute show‘“, ein Essay von FCD in „Sinn und Form“ Heft 3/2018.

Frankfurt. „Warum sind Sie in die ,Landshut‘ gestiegen, Herr Delius?“ Die Antwort in der FAZ vom 28. 8. 17 unter dem Titel „Blinder Passagier“.
Zur Ergänzung ein aktuelles Interview zum „deutschen Herbst“ in der taz vom 2. September 2017: „Man durfte keine Witze mehr machen“

Berlin. „Kann Angela Merkel eine Romanfigur werden?“, fragt F. C. Delius in „Sinn und Form“ (3/2017) und antwortet „ohne zu zögern: Nein.“ Aber dann fragt eine Studentin immer weiter …

Berlin. Warum wählen CDU und CSU ausgerechnet einen Berlusconi-Kampfgefährten zum Europa-Parlaments-Präsidenten? fragt F.C. Delius im Tagesspiegel.

Reinbek. „Warum Luther die Reformation versemmelt hat“, eine kurze Streitschrift, erschien in der neuen rororo-Reihe „Auszeit“. Eine Kurzversion dieses Textes, den die FAZ veröffentlichte, hat bereits muntere Debatten ausgelöst: Über die Erfindung der Erbsünde, 80 arabische Hengste und die grotesken Folgen eines Dogmas von Augustinus über Luther bis heute. 2. Auflage im Oktober 2017.

Frankfurt. „Haben Sie 1966 auf dem elektrischen Stuhl gesessen?“ Ein Interview über die Gruppe 47, Handkes läppische Pauschalpolemik, die „Liebesgeschichtenerzählerin“ und einen protestantischen Untertan. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. 4. 2016.

BerlinTanz durch die Stadt. Aus meinem Berlin-Album. Mit Fotos von Renate von Mangoldt erschien im Transit Verlag. Eine Sammlung mit unterhaltsamen Texten von 1963 bis 2014 über Berlin.

 Reinbek. Mit den ausgewählten Gedichten „Unsichtbare Blitze“ in der Taschenbuch-Werkausgabe  tritt Delius endlich wieder als Lyriker in Erscheinung. Die Gedichte sind zwischen 1962 und 1992 entstanden. Der Band umfasst auch die berühmt gewordenen Gedichte wie „Moritat auf Helmut Hortens Angst und Ende“,  „Abschied von Willy“ und „Einsamkeit eines alternden Stones-Fans“ und einiges, was inzwischen in Lesebüchern steht.

München/Göttingen. Der Richard Boorberg Verlag hat in der edition text+kritik das Heft 197 über Friedrich Christian Delius herausgebracht. Gastherausgeberin ist Irmela von der Lühe. Beiträge von Bastian Schlüter (Vom Hoffen und Fürchten. Deutschlandthema und erzählerische Anlage in „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“), Hans Richard Brittnacher („Der Held und sein Wetter“. Zur Kunst der Dissertation über ein Kunstmittel), Insa Wilke (Aus der Distanz. Annäherung an den Lyriker Delius), Helmut Peitsch (Literatur als öffentliche Verteidigung des Rechts auf Kritik, am Beispiel „Wir Unternehmer“), Egon Schwarz  („Adenauerplatz“), Constanze Reichardt (Terroristen und Kommunisten. Intertextuelle Bezüge in „Himmelfahrt eines Staatsfeindes“), Monica Lumachi („Konversation über das unendliche Thema Rom“. Italienbilder im Werk von Delius) und Axel Schildt („Als die Bücher noch geholfen haben“. Überlegungen zum Nutzen einer Lektüre für die zeithistorische Betrachtung der 1960er und 1970er Jahre). Das Heft wird eingeleitet von einem autobiografischen Delius-Text „Die Jerusalemer Krawatte“.

New York. „Portrait of the Mother as a Young Woman“, übersetzt von Jamie Bulloch, ist nach Großbritannien nun auch in den USA auf dem Markt (Farrar, Straus and Giroux). Begeisterte Kritik der englischen Presse (Times Literary Supplement, The Guardian, The Independent, Financial Times). Die New York Times Book Review schrieb am 23.3. 2012: „This distinct and lovely novella“.

Göttingen. Nach 40 Jahren wieder lieferbar: Der Held und sein Wetter, mit einem Vorwort von Wolf Haas, im Wallstein Verlag. Eine Dissertation, echt, lesbar, witzig, vielzitiert.

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Darmstadt. Friedrich Christian Delius erhielt den Georg-Büchner-Preis 2011. Die Begründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung:

“Als kritischer, findiger und erfinderischer Beobachter hat er in seinen Romanen und Erzählungen die Geschichte der deutschen Bewusstseinslagenim 20. Jahrhundert erzählt – von der Vorgeschichte der NS-Zeit über die Zeit der Teilung bis in die unmittelbare Gegenwart. Seine politisch hellwachen, ideologieresistenten und menschen-freundlichen Texte loten die historischen Tiefendimensionen der Gegenwart aus. Seiner souveränen Erzählkunst gelingt es, eine manchmal satirische Beobachtungsschärfe zu verbinden mit einer humanen Sensibilität, die seine Figuren oft decouvriert, aber nie denunziert.
Studenten der Universität Florida verliehen diesem Nachfahren Seumes (des aufgeklärten Spaziergängers nach Syrakus) und Wolfgang Koeppens (an dessen Kunst der rhythmischen Phrasierung von Zeit und Geschichte er in Meistererzählungen wie Die Birnen von Ribbeck und Bildnis der Mutter als junge Frau anknüpft) 1994 einen selbsterfundenen Preis: den „Award for Opening Minds“. Dieses Wort wäre eine brauchbare Begründung auch für die Verleihung des Georg-Büchner-Preises.”

Die Laudatio von Sibylle Lewitscharoff, hier zu lesen. Die Büchner-Rede, hier zu lesen.

(Archiv Nachrichten)

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